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BUND Gruppe Sigmaringen

Klima und Energie

Wollen wir wirklich die Zukunft unserer Kinder verbrennen?

Klimaschutz in Stadt und Landkreis Sigmaringen, jetzt!

Podiumsdiskussion des BUND am 5.3.2020 im Bildungszentrum Gorheim zum Klimaschutz in der Stadt und im Landkreis Sigmaringen

Die Moderation der sehr gut besuchten  Veranstaltung im Bildungszentrum Gorheim hatte Gerhard Stumpp, der 1. Vorsitzende der BUND-Ortsgruppe übernommen, der mit zum Nachdenken anregenden Bildern, Politikerzitaten und Fakten in die Diskussionsrunde einführte. So stellte er dem Podium gleich eingangs die Frage nach der Dringlichkeit des Klimaschutzes auf einer Skala von eins bis 100 und keiner stufte diese kleiner als 50 ein. 

Auf dem Podium diskutierten: Frau Landrätin Stefanie Bürkle, Walter Göppel, der Geschäftsführer der Energieagentur Ravensburg, die Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Thomas Kugler  ( CDU, BM von Pfullendorf), Doris Schröter ( Freie Wähler, BM von Bad Saulgau ), Johannes Kretschmann ( Grüne ) und der stellv. Fraktionsvorsitzende Martin Huthmacher ( SPD ) sowie Stadtbaumeister Thomas Exler aus Sigmaringen.   

Die BUND-Ortsgruppe Sigmaringen wollte mit der Podiumsdiskussion einen Beitrag zur Diskussion leisten, wie die Ziele der Jahrhundertaufgabe Klimaschutz auf die Stadt und den Landkreis Sigmaringen heruntergebrochen, operationalisiert und umgesetzt werden können.

Im Verlauf der Gesprächsrunde wurde rasch deutlich, dass der Landkreis und die Kommunen schon seit Jahren eine Menge zum Thema Klimaschutz unternehmen, ohne dass die breite Öffentlichkeit viel davon bemerkt.

Alle waren sich darin einig, dass der Klimaschutz ein äußerst wichtiges Anliegen ist und dass auch zukünftig sehr große Anstrengungen unternommen werden müssen, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens von 2015 zu erreichen.

So sagte etwa Walter Göppel, dass jeder Kreisbewohner derzeit im Schnitt pro Jahr mindestens 6,6 Tonnen Kohlenstoffdioxid freisetzt, nötig sei aber eine Reduktion dieses Wertes auf unter 2 Tonnen pro Jahr, um auch nur die Klimaerwärmung auf 2 Grad Celsius zu begrenzen, was zukünftig sehr große Anstrengungen erfordert und einen gut überlegten Einsatz von Kapital notwendig macht.

Landrätin Bürkle kündigte einen Infrastruktur-Masterplan an, der demnächst im Kreistag vorgestellt werden soll und verwies darauf, dass der Landkreis seit 2013 mit dem European Energy Award ausgezeichnet wird und seit 2015 ein Klimaschutzkonzept hat.  Zudem hat der Landkreis mit seinem Solaratlas landesweit Pionierarbeit geleistet, wobei aber zu bedenken ist, dass nur ein kleiner Bruchteil des vorhandenen Solarpotentials tatsächlich ausgeschöpft wird. Sie führte weiter aus, dass für das Gelingen der Energiewende die Windenergie dringend nötig sei, aber deren Akzeptanz in der Region immer wieder auf Widerstand stoße. Darüber hinaus seien die Genehmigungsverfahren viel zu kompliziert und dadurch zu lang, ein Planungsbeschleunigungsgesetz sei erforderlich.

Martin Huthmacher plädierte für einen Ausbau der Förderprogramme für sparsamen Energieeinsatz.

Doris Schröter sprach sich gegen Fotovoltaik-Freilandanlagen aus und meinte, es gebe genug geeignete Dächer, die Stadt Bad Saulgau würde Dächer an Investoren vermieten. Der Landkreis übernimmt zum Teil Aufgaben des Landes oder geht für Land und Bund in Vorleistung, wie beispielsweise bei der Elektrifizierung der Bahnlinie von Albstadt nach Sigmaringen.

Thomas Kugler sah die Reaktivierung der Ablachtalbahn kritisch bezüglich der Kosten-Nutzen-Relation, sprach sich aber für die Neutrassierung der B 311 aus.

Johannes Kretschmann forderte, wir müssten so viel tun, wie es gesellschaftlich akzeptabel  ist, und dazu sei Mut und Entschlossenheit erforderlich.  

Aus dem Publikum kam abschließend unter anderem die Forderung nach einer Klimakommission für den Landkreis, wie es sie beispielsweise im Kreis Ravensburg schon gibt. Abschließend bedankte sich Gerhard Stumpp bei den Podiumsteilnehmern und überreichte Insekten-Snapys als Dankeschön. 

 

 Für die BUND Ortsgruppe:  Siegfried Franz, stellv. Vorsitzender

 

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